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Hochprismatisches Epithel
besteht aus Zellen, die höher als breit sind. Häufig befinden sich an der apikalen Zelloberfläche zahlreiche Mikrovilli. Diese bilden den lichtmikroskopisch erkennbaren Bürstensaum. Einschichtiges hochprismatisches Epithel mit Bürstensaum bildet die innere Oberfläche des Darmtraktes. Es dient Austauschvorgängen (Resorption, Sekretion).
Myoepithelzellen
den Endstücken einiger Drüsen (z.B. Speicheldrüsen, Brustdrüse) anliegende langgestreckte oder sternförmige Zellen mit zentral gelegenem Zellkern und langen Zytoplasmafortsätzen. Sie sind epithelialer Herkunft und kontraktil. Sie enthalten Aktin- und Myosinfilamente. Durch Desmosomen stehen sie in Kontakt mit den Drüsenzellen und umfangen das Drüsenendstück krakenförmig.
Ausführungsgänge
Verbindungen von exokrinen Drüsen mit inneren oder äußeren Oberflächen
Oxytocin
Neuropeptid aus 9 Aminosäuren, das vor allem von magnozellulären Neuronen im Nucleus paraventricularis gebildet wird. Das Hormon wird in (nur elektronenmikroskopisch zu identifizierende Elementargranula) verpackt, in den Axonen zum Hypophysenhinterlappen transportiert, wo es durch Exozytose freigesetzt und von benachbarten Kapillaren aufgenommen wird. Oxytocin bewirkt die Milchejektion durch Kontraktion der Myoepithelzellen der Milchdrüsen und steuert die Tätigkeit der glatten Muskulatur des Uterus unter der Geburt (Wehen).
Hypophyse
Glandula pituitaria, Hirnanhangdrüse; kirschgroßes endokrines Organ in der Sella turcica der knöchernen Schädelbasis. Die Hypophyse besteht aus Adenohypophyse und Neurohypohyse. Die Adenohypophyse gliedert sich in Pars distalis (Hypophysenvorderlappen), Pars intermedia (Hypophysenzwischenlappen) und Pars tuberalis. Die Neurohypophyse besteht aus dem Lobus posterior (Hypophysenhinterlappen) und dem Infundibulum mit der Eminentia mediana.
Laktation
Synthese und Sekretion der Milch durch die stimulierende Wirkung des Prolaktins nach der Entbindung. Die taktilen Stimuli durch den Saugakt des Kindes fördern die Ausschüttung von Prolaktin und Oxytocin aus dem Hypophysenhinterlappen, was zur Synthese von Milch in den Drüsenzellen und zur Kontraktion der Myoepithelzellen führt. Interessant ist jedoch, dass die Laktation vor der Entbindung durch den hohen in der Plazenta gebildeten Progesteronspiegel gehemmt ist. Dadurch beginnt die Laktation erst nach Ausstoßung der Plazenta. Am 5. Tag post partum beträgt das tägliche Milchvolumen 500ml, in der weiteren Stillperiode steigt das Volumen auf durchschnittlich 800ml an.
Apokrine Sekretion
Apozytose; Sekretionsmechanismus bei dem die Zelle einen Teil ihres Zelleibs abschnürt. Durch diesen Mechanismus gelangt in der laktierenden Brustdrüse der Fettanteil der Milch in das Drüsenlumen. Der in der Zelle gebildete Lipidtropfen wird zusammen mit einem dünnen Zytoplasmasaum und einer umgebenen Plasmamembranhülle abgeschnürt. |
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Die Wand der sezernierenden Drüsenendstücke (laktierende Alveolen) ist aus
einem einschichtigen zum Großteil hochprismatischen
Epithel aufgebaut, wobei die Höhe der einzelnen Drüsenzellen größeren
Schwankungen unterliegt. Im Epithelverband finden sich auch zahlreiche Myoepithelzellen.
Durch die Kontraktion der Myoepithelzellen werden die Drüsenendstücke
entleert und der Transport der Milch durch die Ausführungsgänge
gefördert. Durch den kindlichen Saugakt wird die Sekretion von Oxytocin
aus dem Hypophysenhinterlappen
stimuliert, was zur Kontraktion von Myoepithelzellen führt.
Die Lumina der sezernierenden Endstücke (aufgrund ihres weiten Lumens auch als laktierende Alveolen bezeichnet) der laktierenden Mamma enthalten unterschiedliche Mengen an produzierter Milch. Die reife Milch besteht zu 88% aus Wasser, das gemeinsam mit dem Proteinanteil (1%) und dem Zuckeranteil von 7% mittels Vesikelexozytose in das Lumen gelangt. Die in den Zellen gebildeten Lipidtropfen hingegen (4% Fettanteil der Milch) gelangen über apokrine Sekretion in das Lumen. Sie sind von einer Plasmamembranhülle umschlossen. |
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