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Präparat 84b: Mamma, laktierend, H.-E.

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Laktation

Synthese und Sekretion der Milch durch die stimulierende Wirkung des Prolaktins nach der Entbindung. Die taktilen Stimuli durch den Saugakt des Kindes fördern die Ausschüttung von Prolaktin und Oxytocin aus dem Hypophysenhinterlappen, was zur Synthese von Milch in den Drüsenzellen und zur Kontraktion der Myoepithelzellen führt. Interessant ist jedoch, dass die Laktation vor der Entbindung durch den hohen in der Plazenta gebildeten Progesteronspiegel gehemmt ist. Dadurch beginnt die Laktation erst nach Ausstoßung der Plazenta. Am 5. Tag post partum beträgt das tägliche Milchvolumen 500ml, in der weiteren Stillperiode steigt das Volumen auf durchschnittlich 800ml an.

Östrogene

weibliche Sexualhormone, die in den Ovarien, während der Schwangerschaft auch in der Plazenta und in geringer Menge in der Nebennierenrinde und den Hoden gebildet werden. Alle Vorgänge der weiblichen Reproduktion werden von Östrogenen und Gestagenen gesteuert, wobei stets die Östrogene zunächst wirksam werden.

Prolaktin

PRL; Hormon der Adenohypophyse mit den Glandulae mammariae als Zielorgan. Die Prolatinausschüttung wird durch Prolactin- releasing factors wie Östrogene und TRH gefördert und durch Dopamin und durch den aus dem Hypothalamus sezernierten Prolactin release-inhibiting-factor gehemmt. Hauptsächlich stimuliert Prolaktin das Wachstum und die Diffenrenzierung der Brustdrüsen und induziert nach der Schwangerschaft die Laktation= Produktion der Muttermilch.

Die Tubuli des Drüsengewebes sind gegenüber der nicht laktierenden Mamma weitelumiger, und die Epithelzellen enthalten viele mit Milchfett gefüllte Tropfen. Die Veränderungen im Bereich des Gangsystems resultieren aus der hormonellen Einwirkung von Östrogenen. Durch Progesteron und Prolaktin kommt es zur Proliferation und Differenzierung der Endstücke.