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Präparat 99: Augenlid, H.-E.

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Musculus orbicularis oculi

mehrteiliger Muskel, der den Lidschluß herbeiführt und dadurch die Tränenflüssigkeit verteilt. Pars palpebralis und orbitalis entspringen vom Lig.palpebrale mediale und bilden ein sich teilweise überlagerndes Ringmuskelsystem um die Lidspalte, hierbei strahlen äußere Fasern in die benachbarte Muskulatur ein. Die Pars lacrimalis verläuft als fast horizontaler Muskelbogen zum inneren Lidrand, umfasst dort den oberen und unteren Canaliculus lacrimalis umfasst und setzt schließlich an der Crista lacrimalis posterior an.

Glandula tarsalis

(Meibomsche Drüsen) größte Drüsen der Augenlider; sie befinden sich im Flechtwerk des Bindegewebes der Lidplatten, sind nicht mit den Wimpern assoziiert und münden mit ihren Ausführungsgängen nah der hinteren Lidkante. Das durch holokrine Sekretion abgegebene Sekret enthält viele Lipide, die wesentlich dazu beitragen, dass die Tränenflüssigkeit nicht über den Lidrand läuft.

Zur Lidvorderseite hin trifft man auf größere Felder quergestreifter Skelettmuskelfasern (die überwiegend zum Musculus orbicularis oculi gehören).

DD: Verwechslung mit anderen Organen möglich, die Epithelübergänge aufweisen. Typisch: Meibom-Drüsen.