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Präparat 52: Ösophagus / Kardia, H.-E.

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Tela submucosa, GIT

eine aus lockerem Bindegewebe aufgebaute Verschiebeschicht zwischen Tunica mucosa und Tunica muscularis. Sie enthält kleine Arterien, Venen, Lymphgefäßnetze sowie den Plexus submucosus.

Ösophagus

Speiseröhre; Verbindung zwischen Pharynx und Magen in Form eines ca. 25 cm langen Muskelschlauches (innere Ring- und äußere Längsmuskelschicht), der innen mit Schleimhaut überzogen ist.

Kardia

Mageneingang (Ostium cardiacum, Kardia); hier setzt sich das Epithel der Pars abdominalis oesophagei scharf von dem der Pars cardiaca des Magens ab, diese stellt sich als 1-3 cm breiter, ringförmiger Schleimhautstreifen dar. Die Lamina epithelialis des Ösophagus besteht aus mehrschichtigem unverhornten Plattenepithel, während die Oberfläche der Schleimhaut aller Magenabschnitte von einem einschichtigen hochprismatischen Epithel ohne Bürstensaum gebildet wird.

Plexus submucosus

Meissner-Plexus; ist Bestandteil des intrinsischen intramuralen Nervensystems. Er liegt in der Tela submucosa und innerviert Drüsen und die Lamina muscularis mucosae. Zusammen mit dem Plexus myentericus bildet er das enterische Nervensystem (ENS) des Magen-Darm-Trakts. Das intrinsische Nervensystem steht zwar unter dem Einfluß des vegetativen Nervensystems, ist jedoch auch nach einer Trennung von diesem in der Lage, die Darmmotorik aufrechtzuerhalten.

In der locker aufgebauten Tela submucosa des Ösophagus und der Kardia finden sich zahlreiche Anschnitte von Arteriolen, Venolen (meist mit Erythrozyten gefüllt), Kapillaren und peripheren Nerven (Plexus submucosus, Meissner-Plexus). Vereinzelt kann man auch die von Satellitenzellen begleiteten Ganglienzellen des Plexus submucosus beobachten. Sie sind durch große Zellen mit breitem, leicht basophilem Zytoplasmasaum und einem großen euchromatischen Kern mit deutlichem Nukleolus gekennzeichnet. Sie sind in dem hier abgebildeten Ausschnitt jedoch nicht eindeutig zu identifizieren.