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Präparat 48: Zähne des Unterkiefers im Wurzelbereich (Affe), Querschnitt, H.-E.

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Pulpahöhle

Cavitas dentis; von Dentin umschlossener Hohlraum des Zahns, der die Zahnpulpa (Zahnmark) enthält und sich in den Wurzelkanal fortsetzt.

Dentin

Zahnbein; besteht aus anorganischen Bestandteilen (ca. 90 %), organischer Matrix (ca. 20 % ) und Wasser (ca. 10%). Dentin wird von den Odontoblasten gebildet, sie haben einen langen Fortsatz, der in Dentinkanälchen bis an die Grenze des Dentins zieht. Hierdurch entsteht die charakteristische radiäre Streifung des Dentins. Die Kanälchen sind von einer festen, dichten Hülle von peritubulärem Dentin umgeben (Neumann-Scheide), dazwischen findet sich das weniger dichte intertubuläre Dentin mit vorwiegend in Längsrichtung des Zahns verlaufenden Kollagenfasern. Das weniger dicht mineralisierte Manteldentin bildet die dem Schmelz zugewandte Oberfläche.

Odontoblasten

Dentinbildner; sind aus der mesenchymalem Zahnpapille enstanden und können zeitlebens Dentin bilden. Dentin entsteht durch Mineralisierung von unverkalktem Prädentin. Die Dentinbildung beginnt am Ende des 4. Embryonalmonats. Die langen Fortsätze der reiferen Odontoblasten (Tomes-Fasern) werden schließlich von Dentin eingemauert. Die Zelllleiber der Odontoblasten liegen stets außerhalb des Dentins, in der äußersten Schicht der Zahnpulpa.

Man erkennt die Pulpahöhle mit umgebendem Dentin, welches (Kondensorblende schließen) durch die in Dentinkanälchen liegenden Odontoblastenfortsätze eine typische radiäre Streifung aufweist.