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Präparat 45: Zahnanlage, H.-E.

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Schmelzepithel

umfasst das Schmelzorgan als äußeres und inneres Schmelzepithel; das äußere Schmelzepithel grenzt an das Zahnsäckchen, das innere Schmelzepithel an die bindegewebige Zahnpapille. Aus dem inneren Schmezepithel differenzieren sich die schmelzbildenden Ameloblasten.

Schmelzpulpa

liegt zwischen innerem und äußerem Schmelzepithel, enthält weite Interzellularräume und sternförmige Zellen.

Schmelzbildner

Adamantoblasten; Ameloblasten; schmale, 60-70 µm hohe Zellen, die den Zahnschmelz bilden. Sie sezernierenzunächst organische Schmelzmatrix, später auch Kalzium und Phosphat und entwickeln lange, der Dentinschicht zugewandte Fortsätze (Tomes-Fortsätze). Diese sind an der Bildung von Schmelzkristallen (Apatitkristallen) beteiligt.

Adamantoblasten

Synonym:Ameloblasten; schmale, 60-70 µm hohe Zellen, die den Zahnschmelz bilden. Sie sezernierenzunächst organische Schmelzmatrix, später auch Kalzium und Phosphat und entwickeln lange, der Dentinschicht zugewandte Fortsätze (Tomes-Fortsätze). Diese sind an der Bildung von Schmelzkristallen (Apatitkristallen) beteiligt.

Adamantoblasten

Synonym:Ameloblasten; schmale, 60-70 µm hohe Zellen, die den Zahnschmelz bilden. Sie sezernierenzunächst organische Schmelzmatrix, später auch Kalzium und Phosphat und entwickeln lange, der Dentinschicht zugewandte Fortsätze (Tomes-Fortsätze). Diese sind an der Bildung von Schmelzkristallen (Apatitkristallen) beteiligt.

Zahnschmelz

(Enamelum) zellfreie, härteste Substanz des menschlichen Körpers aus mehr als 97 % anorganischen Substanzen (v.a. Hydroxylapatit). Schmelz besteht aus den von interprismatischer Kittsubstanz zusammengefügten Schmelzprismen, die eine komplizierte Anordnung aufweisen: Polarisationsmikroskopisch stellen sich Schräger-Hunter-Streifen dar; quer zu diesen und das Dentin zirkulär umgreifend finden sich Retzius-Streifen, die durch das rhthmische Verkalken des Schmelzes während der Entwicklung entstehen. Zahnschmelz tritt nur im Bereich der Zahnkrone auf.

Odontoblasten

Dentinbildner; sind aus der mesenchymalem Zahnpapille enstanden und können zeitlebens Dentin bilden. Dentin entsteht durch Mineralisierung von unverkalktem Prädentin. Die Dentinbildung beginnt am Ende des 4. Embryonalmonats. Die langen Fortsätze der reiferen Odontoblasten (Tomes-Fasern) werden schließlich von Dentin eingemauert. Die Zelllleiber der Odontoblasten liegen stets außerhalb des Dentins, in der äußersten Schicht der Zahnpulpa.

Dentin

Zahnbein; besteht aus anorganischen Bestandteilen (ca. 90 %), organischer Matrix (ca. 20 % ) und Wasser (ca. 10%). Dentin wird von den Odontoblasten gebildet, sie haben einen langen Fortsatz, der in Dentinkanälchen bis an die Grenze des Dentins zieht. Hierdurch entsteht die charakteristische radiäre Streifung des Dentins. Die Kanälchen sind von einer festen, dichten Hülle von peritubulärem Dentin umgeben (Neumann-Scheide), dazwischen findet sich das weniger dichte intertubuläre Dentin mit vorwiegend in Längsrichtung des Zahns verlaufenden Kollagenfasern. Das weniger dicht mineralisierte Manteldentin bildet die dem Schmelz zugewandte Oberfläche.

Das Epithel der Außenwand der Glocke ist isoprismatisch: äußeres Schmelzepithel. Zwischen innerem und äußerem Schmelzepithel (also im "Körper" der Glocke) findet sich die sog. Schmelzpulpa. Die Schmelzpulpa ist ein lockerer netzartig aussehender Zellverband aus modifizierten Epithelzellen (sie hat nichts mit der späteren Pulpahöhle des Zahnes zu tun). Unterhalb des inneren Schmelzepithels (also im "Hohlraum" der Glocke) liegt der dichte mesenchymale Zellverband der Zahnpapille, aus der u.a. die adulte Zahnpulpa hervorgeht. Zwischen diesen beiden Strukturen liegt eine lichtmikroskopisch strukturlos erscheinende Basalmembran, die sog. Membrana praeformativa.

Der eigentliche Zahn und seine Hartsubstanzen (Schmelz und Dentin) sind noch nicht vorhanden. Ihre Bildung spielt sich folgendermaßen ab: die Zellen des inneren Schmelzepithels wandeln sich zu den Schmelzbildnern, den Adamantoblasten (=Ameloblasten), um. Diese geben den Zahnschmelz (Enamelum) in den Hohlraum der Glocke (also in Richtung auf die Membrana praeformativa hin) ab, wodurch die Form der Glocke die Form der späteren Zahnkrone präformiert. Die Zellen der Zahnpapille, die dem inneren Schmelzepithel zugewandt sind, differenzieren sich zu Odontoblasten. Sie bilden Dentin (Zahnbein) und sondern es in Richtung zum inneren Schmelzepithel bzw. zum Zahnschmelz (mithin also auch zur Membrana praeformativa) ab.