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Alveolen
Lungenbläschen mit einem Durchmesser von 250-300 µm. Ihre innere Oberfläche wird von flachen Plattenepithelzellen gebildet (Alveolarepithelzellen Typ I, synonym: Pneumozyt Typ I). Neben den Alveolarepithelzellen Typ I gibt es größere, isoprismatische Epithelzellen (Alveolarepithelzellen Typ II, synonym: Pneumozyt Typ II). Benachbarte Alveolen sind durch ein gemeinsames bindegewebiges Septum interalveolare voneinander getrennt, das neben elastischen Fasernetzen und Fibrozyten, Makrophagen, Mastzellen und Leukozyten vor allem die Kapillarverzweigungen der A. pulmonalis enthält. Alveolarepithelzellen Typ I bilden gemeinsam mit dem Endothel der Kapillaren und einer einzigen Basallamina die Blut-Luft-Schranke.
Pneumozyten Typ I
dünne, flach ausgezogene Alveolarepithelzellen Typ I; sie kleiden die Alveolen als Deckzellen aus und sind untereinander durch Zonulae occludentes verbunden.
Surfactant
Kurzform von "surface active agent" = oberflächenaktive Substanz; Sekret der Pneumozyten Typ II, das sich nach Dispersion in einem Flüsigkeitsfilm über der gesamten Alveolenoberfläche als monomolekularer Protein-Phospholipidfilm verteilt und die Oberflächenspannung der Alveolen deutlich herabsetzt.
Basallamina
extrazellulär gelegene, in der Regel ca. 1 µm dicke Struktur, die Epithelien bzw. Endothelien mit dem angrenzenden Bindegewebe verbindet und in der Regel lichtmikroskopisch nicht dargestellt werden kann. Sie besteht in erster Linie aus Kollagen (Typ IV), Glykoproteinen und sauren Proteoglykanen. Elektronenmikroskopisch lassen sich vier Schichten unterscheiden: 1. Lamina rara externa (Lamina lucida), sie grenzt direkt an die Plasmamembran des Epithels. 2. Lamina densa, eine mäßig elektronendichte, 20-120 nm dicke Schicht mit Typ-IV-Kollagen und Laminin, Proteoglykanen und Glykoproteinen. 3. Lamina rara interna, eine nicht immer erkennbare Schicht mit Fibronektin. Lamina rara und Lamina densa werden als Basallamina im eigentlichen Sinne bezeichnet. 4. Lamina fibroreticularis, die dickste Schicht (200 -500 nm dick), verankert die Basallamina am Bindegewebe und besteht aus einem Geflecht dünner retikulärer Fasern (Kollagenfibrillen, v.a. Typ III). In einzelnen Fällen ist die Lamina fibroreticularis besonders verdickt, so dass die Grenze zwischen Epithel und Bindegewebe im Lichtmikroskop zu erkennen ist. In diesem Fall spricht man von einer Basalmembran. |
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Die Blut-Luft-Schranke zwischen dem Lumen der Kapillaren und dem Lumen der Alveole ist extrem dünn (durchschnittlich 0,5 µm) und wird deshalb mit dem Lichtmikroskop nicht hinreichend deutlich. Das Elektronenmikroskop zeigt, dass die Blut-Luft-Schranke von sehr schmalen Zytoplasmasäumen der Kapillarendothelzellen und der Alveolarepithelzellen vom Typ I gebildet wird. Hinzu kommt surfactant an der inneren Oberfläche der Alveolen. Zwischen den Zytoplasmasäumen liegt eine einzige Basallamina (die Basallaminae der Alveolarepithelzellen und der Kapillarendothelzellen sind "verschmolzen"). |
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